Mit dem Moskau-Paris-Express in die Freiheit

Ein Zeitzeuge berichtet

30 Jahre Mauerfall –  Im November 1989 erlebten die damaligen Bürgerinnen und Bürger der DDR was Freiheit bedeutet. Freiheit, die ihnen Jahrzehnte nach dem Bau der Mauer 1961 verwehrt blieb. Können wir uns heute tatsächlich noch vorstellen, was dieser Freiheitsentzug bedeutete? Was bedeutete speziell für junge Menschen dieser Freiheitsentzug? Was waren sie unter Umständen bereit zu investieren, um Freiheit zu erlangen? Welche Strafen und Repressalien drohten ihnen, wenn sie versuchten, in die Freiheit zu gelangen? Was passierte, wenn dieser Versuch misslang? Wie veränderten Haft unter menschenunwürdigen Umständen und eine lebenslange Bedrohung das Leben von Menschen in der ehemaligen DDR, die versuchten, Freiheit zu gewinnen und gescheitert sind. 

Fragen, deren Antworten heute für uns 30 Jahre nach dem Mauerfall langsam verblassen und unbedeutend werden. Wichtige Antworten für die heutige Zeit, in der Freiheit selbstverständlich ist. Antworten in einer Zeit, in der demokratische Strukturen gleichgültig werden, umso wichtiger sind.

Aus diesem Grund lädt die SPD Reinheim zu dem Zeitzeugenbericht „Mit dem „Moskau-Paris-Express“ in die Freiheit“ ein. Die Veranstaltung ist am Dienstag, 05.November um 19.00 h in der Mensa der Dr. Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim.

Der Referent Karl-Heinz Richter ist Besucherreferent in der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen und hält Referate zu dem Thema politische Verfolgung. An diesem Abend berichtet er authentisch über seine gelebte Fluchtgeschichte von Ost nach West, warum er diese waghalsige Flucht auf sich genommen hat und welche Bedeutung Freiheit damals und heute für ihn hat. Ein interessanter Abend erwartet die Besucherinnen und Besucher.