Koalition stimmt Beteiligung an der ENTEGA Kommunale Beteiligungsgesellschaft zu

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4. April wurde die Beteiligung der Stadt Reinheim an der ENTEGA Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH durch den Erwerb von Geschäftsanteilen im Jahr 2022 diskutiert. Im Vorfeld wurden die rechtlichen Parameter sowohl von der Kommunalaufsicht des Landkreises als auch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft und freigeben.

 

Das Vorhalten, Entwickeln und Sichern effizienter und leistungsstarker Energieversorgungsnetze ist eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Allerdings sind die Investitionskosten in eine moderne Infrastruktur weit über der Summe der Beteiligung von rund 500.000 Euro und als einzelne Kommune kaum zu bewerkstelligen. „Solch eine Herkulesaufgabe schafft man nur mit vertrauenswürdigen Partnern und als Verbund“, äußert sich Daniel Rietenbach, Fraktionsvorsitzender der CDU in Reinheim.

 

Was ist die Zielsetzung und welche Vorteile ergeben sich für Reinheim in dieses Model zu investieren? Die Energiewende wird in den Kommunen entschieden und hierfür werden effiziente, sowie leistungsstarke Energienetze benötigt, da die Netze der Zukunft von dezentralen Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen geprägt sein werden. Speicherung von elektrischer Energie durch Erzeugung von Photovoltaikanlagen wird ein zentraler Baustein in der Region. Hinzu kommt der Wandel in der Mobilität mit Elektroantrieben, um eine nachhaltige emissionsarme Fortbewegung zu ermöglichen. Aber auch andere Lebensbereiche, wie die Trinkwasserversorgung, sind von digitaler Steuerung und Strom abhängig. All dies benötigt Tag und Nacht Strom und ein ausgeklügeltes Energielastmanagement.

 

Ein weiterer Aspekt ist der Einzug der Digitalisierung in die Energiewirtschaft. Hier wird eine moderne und zielgerichtete Energieversorgung für kritische Infrastruktur gewährleistet.

„All diesen Zielen können wir durch unsere Investition in die Beteiligungsgesellschaft ENTEGA Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH näherkommen“, erläuterte Vera Schmidt, Fraktionsvorsitzende der SPD. „Des Weiteren kann die Stadt Reinheim durch diese Beteiligungsanlage die auf die Bankguthaben entfallenden Verwahrentgelte verringern.“ Die Energiewende kann nur gemeinsam gelingen. Durch die Zustimmung der Koalition aus SPD und CDU im Parlament unterstützt sie diese Investition und ermöglicht dadurch der Stadt Reinheim ihren Beitrag dazu zu leisten.