Daher kann aus Sicht der SPD-Fraktion beispielsweise die Einzelkarte in Reinheim 3,50€ kosten. Denn wer ein besseres Produkt hat, kann auch einen anderen Preis verlangen. Dabei ist die Differenz ja wirklich moderat. Wenn man den zusätzlichen Invest des Sprits hinzurechnet, den die Reinheimer Bürgerinnen und Bürger für einen Besuch des Dieburger oder Roßdorfer Schwimmbades benötigen, so ist in meinen Augen die Differenz vernachlässigbar. Ähnliches gilt für die Dutzend-, Dauer- oder Familienkarten. In Dieburg haben wir sogar die Situation, dass die normale und die ermäßigte Dauerkarten sogar teurer als in Reinheim sind: 99,00 € bzw. 49,50€. Und die Familienkarte kostet 198€!
Meine Damen und Herren,
ich erwähnte bereits, dass wir in einer besonderen finanziellen Situation sind. Hier möchte ich etwas noch etwas Grundsätzlich zum Thema „Schwimmbad“ sagen. Die Stadt Reinheim hat im Bereich „Schwimmbad“ jedes Jahr einen Invest von ca. 600.000€. Nach Angaben der Verwaltung kann man in guten Jahren mit Einnahmen von 100.000€ rechnen kann. Dass heißt, dass wir in guten Jahren mit einem Defizit von einen 500.000€ rechnen müssen.
Diese können wir niemals deckeln. Dieses Schwimmbad, was wir alle haben wollten, wird immer defizitär bleiben. Das, was wir nur machen können, ist hier ein Zeichen in Richtung Kommunale Finanzaufsicht zu senden, dass wir uns bemühen und unseren guten Willen zeigen. Denn ohne diese können wir nicht arbeiten, Herr Bischoff.
Die neuen Gebühren sind nicht überzogen. Sie sind aufgrund des viel besseren Schwimmbades berechtigt. Ein Unternehmer müsste noch ganz andere Preise nehmen, da er nicht nur kostendeckend sondern gewinnbringend arbeiten müsste. Dies sollten wir im Sinn haben. Wir subventionieren jeden Besucher hier im höchsten Maße!
Ob wir uns dies für die Zukunft noch leisten können, werden wir sehen. Insbesondere wenn wir wissen, wie finanzpolitisch unseriös Bund und Land im Allgemeinen handeln und wie viele Last sie im Speziellen auf die Kommunen abwälzen werden.
Die gesamte Finanzsituation hat noch nicht jeder ernst genommen. Trotz der Appelle und Mahnungen des Bürgermeisters. Sie betätigen sicher eher mit Pseudo-Rechenspielchen.
Hesse beschreibt in seinem „Siddharta“ dieses Problem wie folgt: „Weisheit ist nicht mittelbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.“
Rot-Grün sieht darin keine Narrheit.
Sie haben den Ernst der Lage erkannt.
Sie werden dem Weisen folgen!
Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
Philipp Butschek SPD Fraktion im Stadtparlament

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